Buchwirkung

Das Buch hat in seiner Entwicklung und seiner Funktion als herausgehobenes, wertbezogenes Medium sowie als Kommunikationsmittel eine lange Geschichte. Laut heute noch gültiger Definition des Brockhaus ist ein Buch “ein größeres Schrift- oder Druckwerk, bestehend aus einer Anzahl von Bögen und Bindung mit mindestens 48 Seiten. Es ist eine graphische Materialisierung geistig-immaterieller Inhalte zum Zweck ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.” Diese Definition bezieht sich auf das äußere Erscheinungsbild des Buches.

In der Fachliteratur unterscheidet man bei einem Buch Inhalt (Liber) und Gestalt (Kodex). Das heißt man unterscheidet zwischen der Materialität und dem geistig-immateriellen Inhalt. Man könnte die innere Gestalt auch als “inneres Buch” und die äußere Gestalt auch als “äußeres Buch” bezeichnen. Wirkungen des “äußeren Buches” sind Elemente wie Optik, Haptik und Geruch. Im “inneren Buch” steuern die inhaltliche Führung und Struktur sowie die Seriositätsvermutung und Üblichkeitserwartung des Lesers dessen Kommunikationswirkung. Insofern hängt die Buchwirkung auch von der Buchfunktion ab, da der Erwartungshorizont z. Bsp. an ein Lehrbuch, an einen Ratgeber oder ein Sachbuch unterschiedlich sind.

Beim erfolgreichen Corporate Publishing sollten die inneren wie auch die äußeren Wirkungen gezielt eingesetzt werden.